Brechen wir die Isolation mit Revolutionären Widerstand!

 

Am 9. Oktober 1998 begann der Internationale Komplott gegen Reber Apo.

Auf Druck der Imperialistischen Grossmächte, allen voran den Vereinigten Staaten von Amerikas, wurde das syrische Regime dazu gedrängt Reber Apo aus Syrien auszuweisen. Die USA hatte nach dem Zerfall des realsozialistischen Blocks ihren Blick auf unsere Region, den Mittleren Osten geworde und schmiedeten im Zuge des sog. Greater Middle East Project, Pläne für einen weitreichenden Eingriff in die gesamte Region. In einer Zeit, in der das kapitalistische Weltsystem seinen endgültigen Sieg verkündete, das „Ende der Geschichte“ einläuten wollte und das „Zeitalter der Ideologielosigkeit“ propagiert wurde, versuchten sie nun den Mittleren Osten unter ihre Kontrolle zu bekommen. Fast ein Jahrhundert lang war es weder den Kolonialmächten Frankreich und England, noch ihrem Nachfolger, den USA, die sich nach der Niederlage des Sowjetimperiums, als neue Weltherrscher aufspielten, gelungen die Völker des Mittleren Ostens erfolgreich zu pazifisieren und unter ihre Herrschaft zu zwingen. Im politischen Vakuum, hinterlassen durch die Sowjetunion und ihre Verbündeten, versuchten nun die Vereinigten Staaten ihr Glück und begannen ihre Intervention zur hegemonialen Umgestaltung der Region entsprechend ihrer Interessen.

Während es den Herrschenden in fast allen Teilen der Welt erfolgreich gelang, die verbliebenen revolutionären Bewegungen zu liquidieren und zur Kapitulation zu treiben sowie die Idee des Sozialismus immer weiter entkräftet und mit allerlei Lügen und falscher Propaganda verunglimpft wurde, begab sich Reber Apo auf die Suche nach den wahren Fehlern des Realsozialismus und analysierte seinen Zerfall ins Detail. Bei seiner Kritik des realsozialistischen Experiments war es ihm das größte Anliegen, die richtigen Schlüsse aus den Irrwegen des Staatssozialismus zu ziehen und der Revolution Kurdistans und der weltweiten Suche nach Alternativen zum kapitalistischen Chaos, zu einem erfolgreichen Ausgang zu verhelfen.

Mit den Worten „Auf den Sozialismus zu bestehen bedeutet auf die Menschlichkeit zu bestehen“ und „wer am Sozialismus zweifelt, zweifelt am Menschen und seiner Gesellschaftlichkeit“ brachte Reber Apo seine klare Haltung gegen jedwede Integration in das System der kapitalistischen Moderne zum Ausdruck. Die Klarheit mit der er die Fehler und Probleme der sowjetischen Erfahrung und der nationalen Befreiungsbewegungen benannte, diente keineswegs dazu, den Sozialismus als Idee zu verunglimpfen oder den millionenfach geleisteten Widerstand der VorkämpferInnen der weltrevolutionären Bewegung zu Nichte zu machen, vielmehr gelang es ihm mit seinem Paradigma der Demokratischen Moderne, sämtliche Kategorien der herrschaftlichen etatistischen Zivilisation zu überwinden und die sozialistische Ideologie auf ein gänzlich neues Niveau zu heben.

Unter Reber Apos Führung, gelangte das schon totgesagte kurdische Volk zu einem neuen nationalen Selbstbewusstsein und gab ihm die Kraft aus der Rolle als Spielball der imperialistischen Mächte herauszutreten. Das kurdische Volk, welches sie seit dem Abkommen von Sykes Picot, zu einer Rolle als Destabilisator und unlösbarem Problem, verdammt hatten, wurde dank seiner Arbeit, zu einer Kraft, die heute einer ganzen Region neue Hoffnung und Widerstandkraft gibt, die die Völker heute im Projekt des Demokratischen Föderalismus vereint anstatt zu spalten.

Für die Großmächte der kapitalistischen Moderne, galt es zuerst die KurdInnen zu kontrollieren und kleinzuhalten, damit ihre Pläne zur steten Besatzung und Ausbeutung der Region zu einem Erfolg gelangen konnten. Sie füchteten sich davor, dass tausende Frauen auf den Bergen Kurdistans, die 5000jährigen Ketten des Patriachats zersprengten. Sie fürchteten sich vor einer Bewegung wie der PKK, die statt nationalem Sektierertum und chauvinistischen Nationalismus, das freie und gleiche Zusammenleben der Völker proklamierte, und auch in einer Zeit in der die Revolution für tot erklärt wurde, beharrlich ihr Modell von einem freiheitlichen und demokratischen Sozialismus entwickelte.

Letztendlich gelang es den Kräften der kapitalistischen Moderne Reber Apo aus Syrien herauszudrängen und nach einer regelrechten Odyssee in Kenia gefangen zu nehmen. Doch weder ihnen noch dem faschistischen türkischen Staat ist es in 19 Jahren gelungen Reber Apo zum Schweigen zu bringen, noch den Einfluss seiner Ideen zu schwächen.

Im Gegenteil hat Reber Apo es geschafft, auch unter grausamsten Bedingungen der Isolationsfolter, ein neues ideologisches Paradigma zu entwickelten, welches heute weltweit, Frauen, Jugendlichen und unterdrückten Gesellschaften neue Hoffnung spendet. Heute schon verwalten, von Shengal bis Minbic, von Rakka bis Afrin, Millionen Menschen verschiedenster Herkunft und unterschiedlichster religiöser Gemeinschaften, angeleitet von Öcalans Modell des Demokratischen Könföderalismus, ihre Dörfer und Städte selbst. In allen Teilen Kurdistans und auf der ganzen Welt werden Menschen inspiriert, von Öcalans Widerstand gegen die Isolation und begeistert von seiner Philosophie des freien Lebens.    

Als YXK- Verband der Studierenden aus Kurdistan verurteilen wir das Internationale Komplott gegen Reber Apo und die bis heute verschärft andauernde Isolationshaft aufs schärfsten. Genauso ist es zu verurteilen wenn die Bundesrepublik Deutschland, versucht mit dem Verbot der Bilder Öcalans, eine Philosophie, eine Lehre, eine Idee wie diese zu kriminalisieren. Mit der Kriminalisierungspolitik und der Denunziation der Verbreitung seiner Ideen als „terroristische Propaganda“ versuchen, sind sie die Fortsetzer dieses Internationalen Komplotts.

Aber egal wie undurchdringlich und hart Rebel Apos Isolation auch sein mag, solange es Menschen gibt die für die Befreiung der Frau, Demokratie und Ökologie kämpfen, werden seine Ideale weiterleben und auch die Mauern Imralis eines Tages fallen. Wir als revolutionäre und demokratische Studierende werden keine Sekunde in der Reber Apo unter diesen menschenunwürdigen Bedingungen der Totalisolation gefangen gehalten wird, schweigend zusehen.

Wir rufen alle DemokratInnen, AntifaschistInnen und SozialististInnen dazu auf anlässlich des 19. Jahrestags des Internationalen Komplotts, den Kampf für die physische Freiheit Abdullah Öcalans auszuweiten!

Wir werden unseren Kampf nicht beenden bis Reber Apo frei ist.

Ihn mögen sie vielleicht hinter Mauern gefangen halten, doch seine Ideen können sie nicht aufhalten. Die Revolution schreitet heute im Mittleren Osten unaufhaltsam voran und wird praktisch unter Beweis stellen, dass ihr „Ende der Geschichte“ nichts als eine billige Lüge war.

 

Auf den Sozialismus zu bestehen bedeutet auf das Menschsein zu bestehen.

 

Nieder mit dem Foltersystem von Imrali!

Den Internationalen Komplott brechen!

Lang lebe Abdullah Öcalan und seine Philosophie des freien Lebens!

 

YXK- Verband der Studierenden aus Kurdistan

 

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