Abdullah Öcalan
wird von Kurdinnen und Kurden als ihr politischer Repräsentant angesehen. Er ist ihr bedeutsamster Vertreter im Kampf um kulturelle Rechte und Demokratie und gilt als Symbol für die Freiheit der KurdInnen. Die weltweite Kampagne für seine Freiheit hat 10,3 Millionen Unterschriften gesammelt.

Öcalan wendet sich gegen Separatismus und Sezessionismus und präsentiert als Lösungsperspektive einen demokratischen mittleren Osten mit gleichberechtigten Völkern. Als revolutionäre Kräfte ist es unsere Pflicht seine Ideen eines gesellschaftlichen Aufbaus entlang basisdemokratischer, ökologischer und auf Frauenbefreiung basierende Prinzipien mit Leben zu füllen.

 

Oftmals wird medial ein einfältiges Bild seiner Person gezeichnet. Er wird als inhaftierter Separatist oder Anführer dargestellt. In der Bundesrepublik ist mittlerweile das Zeigen jeglicher Abbildungen Öcalans, durch einen Erlass des Innenministeriums verboten worden. Dies verkennt aber die Dimensionen der Bedeutung Abdullah Öcalans und seiner Freiheit. Das Öcalan auch Theoretiker und Kritiker, nicht nur der kapitalistischen und patriarchalen Ordnung, sondern auch des Realsozialismus und seiner autoritären Auswüchse ist, wird zumeist verschwiegen. Wir verurteilen diesen Umgang mit der kurdischen Gesellschaft und fordern eine Auseinandersetzung mit den Schriften Öcalans. Diese Person sitzt seit 1999 in Isolationshaft, hat dort eine Vielzahl an Büchern veröffentlicht, die sowohl für die Türkei als auch für den gesamten mittleren Osten konkrete Lösungen vorschlagen.

 

So steht Öcalan für eine Überzeugung und eine Idee einer Alternative, einer Utopie, die gleichsam wie seine Person eingesperrt und nichtig gemacht werden soll. Die Idee eines freien und friedlichen Zusammenlebens in Kurdistan, ohne Unterdrückung aufgrund einer Ethnie oder Religion. Die Idee eines Staatenlosen, antipatriarchalen, demokratischen Gesellschaftsmodells, welches in Rojava (Nordsyrien) gerade jetzt gelebt wird. Die Idee, dass die Völker im Nahen und Mittleren Osten endlich einmal selbstbestimmt und in Freiheit leben können, ohne politischen und militärischen Einfluss von außen.

 

Somit verlangen wir nicht nur die Freilassung einer Person, sondern die einer verändernden Kraft. Und angesichts der Tatsache, dass Millionen von Menschen wiederholt ihn als ihren Repräsentanten bezeichnen und zudem die PKK in ihrer über 40-jährigen Geschichte eben keine abgespaltene Militantengruppe sondern eine in der Gesellschaft verankerte Bewegung ist, stehen hinter ihm nicht Anhänger, sondern ein Volk, eine Gesellschaft und Menschen, die ein freies Leben Anstreben.

 

#FreedomForÖcalan
#SerîHilde

YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V.

 



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