Ein positives Echo

Wie die kurdische Revolution ein ganzes System auf den Kopf stellt

 

 

Die Revolution in Kurdistan besteht nicht nur aus dem historischen Kampf gegen faschistische, islamistische und terroristische Invasoren.
Die Revolution besteht auch darin, das herrschende kapitalistische und konservative System zu verändern, Alternativen in die Gesellschaft zu tragen, diese zu verfestigen und eine pluralistische Gesellschaft zu ermöglichen, in der alle ihren Platz haben.

Seit Jahrzehnten ist das kurdische Gebiet eine blutig umkämpfte Zielscheibe dutzender Weltmächte und ihrer Verbündeten. Dieser faschistisch motivierte Krieg gegen die Kurdinnen und Kurden forderte bisher Millionen Tote, hatte die brutale und großflächige Zerstörung der Infrastruktur zur Folge, doch führte vor allem eins herbei: den kurdischen Widerstandskampf.

Getragen von der Frauenbefreiung, einem ausgeprägten ökologischen Bewusstsein und unter dem Leitfaden des demokratischen Konföderalismus, organisiert sich inmitten des Krieges im Nahen und Mittleren Osten eine Revolution mit dem Anspruch, der kapitalistischen Moderne und dem Faschismus ein Ende zu bereiten.

Die aktuellen Folgen des weltweit herrschenden Systems sind fatal:
Systematische Verfolgungen und Tötungen bestimmen den Alltag, faschistische Strömungen nehmen Überhand, tausende Zivilist*innen werden zu Opfern bestialischer Kriegsführung, sexistische und radikal-konservative Gesellschaftsmuster werden staatlich auferlegt und gefördert und besonders die kapitalistische Moderne zeigt vor allem in Krisenregionen dramatische und massive Auswirkungen auf Mensch und Natur.

Mit dem Ziel, eine Welt zu schaffen, die ein gemeinschaftliches Leben aller Lebewesen ermöglicht, etablierte sich in Kurdistan eine Revolution mit globalem Hoffnungsschimmer.

Als Ergebnis jahrelanger und intensiver Kämpfe mit großen Verlusten, Bildungen und eines entscheidenen Paradigmenwechsels, ist eine der größten Errungenschaften der kurdischen Freiheitsbewegung die gleichberechtigte Teilnahme und Vertretung von Frauen innerhalb einer Gesellschaft. Dies ist eine Errungenschaft, für die Frauen eine Großzahl von Opfern brachten und auch heute noch bringen. Dies ist eine Errungenschaft für die gesamte Weltbevölkerung, die den Schritt zurück niemals mehr wagen darf.

Frauen in vielen Teilen Kurdistans sind heute in der Lage, dem dominanten kolonialistischen System zu widerstehen und ihre eigenen Alternativen aufzubauen. Sie vertreten ihren Willen in jeder Entscheidung und entwickeln eine demokratische Politik, die sich gegen alle patriarchalen Formen des Systems richtet.

Als bisheriges Ergebnis des laufenden Prozesses zu einer geschlechterbefreiten Gesellschaft, organisieren sich Frauen und Männer in Kurdistan heute in vielen Regionen gemeinsam in Kommunen und belegen gemeinschaftlich öffentliche Positionen.

Frauen erkämpften sich die Revolution und wurden gleichzeitig zum weltweiten Symbol des Kampfes gegen Unterdrückung, Sexismus, das Patriarchat, Faschismus und die kapitalistische Weltordnung.

Um dieser Errungenschaft ihr Überleben zu garantieren, spielt es innerhalb der Region eine besonders wichtige Rolle, die bisher stark konservativ lebende Bevölkerung in selbst gebauten Einrichtungen und auch privat zu bilden und ihr so eine alternative Perspektive zu schaffen.

Die Revolution packt das System an ihrer Wurzel

Eine Region, die jahrhundertelang abgeschottet von Bildung lebte und von der Unterdrückung der Frau, sowie von blutigen Bürgerkriegen und Massakern geformt war, blüht nun auf als das Zentrum einer Revolution.

Seit 2011 wird in Rojava ein demokratisches, ökologisches und freiheitliches System angestrebt, das sich schnell zu einem internationalen Magneten entwickelte.

Die rücksichtslose Mentalität des Menschen hat den Planeten heute an den Rand des Abgrundes geführt, die Menschheit in ein Chaos aus Krieg, Hunger und sozialen Krisen gestürzt.
Die Entwicklung eines ökologischen Gesellschaftssystems ist daher ein Grundpfeiler der Revolution in Rojava. Es geht um mehr als Naturschutz und Schadensbegrenzung. Es geht um die Wiederherstellung des aus dem Gleichgewicht geratenen Verhältnisses zwischen Natur und Mensch.

Dafür wird in Rojava ein Gesellschaftsmodell betrieben, mit welchem ebenso die ökologische Ebene der Revolution ausgebaut wird und die Zurückgewinnung aller natürlichen Ressourcen zum Ziel gemacht wird.

Die kurdische Revolution etablierte sich über die Jahre hinweg als ein weltweites Alternativmodell und spielt innerhalb des heutigen Weltgeschehens eine entscheidende Rolle.

Die unzähligen Versuche der Türkei, des IS, der Al-Nusra, des Baath-Regimes, der BRD sowie weiterer NATO-Mitglieder, die Revolution in Kurdistan durch militärische, politische und wirtschaftliche Angriffe zu zerschlagen und somit die kurdische Selbstverwaltung zu schwächen, konnten das revolutionäre Bewusstsein und den Glauben an dieses Gesellschaftsmodell nicht nehmen.

 

Komme was wolle - die Revolution hält stand.

Her bijî şoreşa Kurdistanê !

 

 


JXK - Studierende Frauen aus Kurdistan 

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