Unsere Antwort auf eure Repression: WIDERSTAND !

In den vergangenen Tagen gab es mehrfach brutale Polizeieinsätze gegen die Demonstration kurdischer Jugendlicher, die diese Woche als „Langer Marsch“ durch NRW geht.

 

Am ersten Tag wurde eine Tätowierung eines Aktivisten zum Vorwand für einen Polizeiangriff genommen. Anschließend wurde die Demonstration verboten. Im weiteren Verlauf kam es zu Festnahmen, Prügelattacken auf Demonstrant*innen, Einschüchterungsversuchen, Platzverweisen, Taschenkontrollen, Personenkontrollen und zu Einkesselungen.
Doch von vornherein war klar, dass die Demonstration bewusst provoziert werden würde, um diese zu kriminalisieren und unmittelbar verbieten zu können - und dies geschah.
Die Jugendlichen zeigten sich jedoch auch in den folgenden Tagen entschlossen, sich nicht von ihrem Einsatz abbringen zu lassen und führten die Demonstrationen fort.

In welchem Zusammenhang stehen diese systematischen Angriffe auf Kurd*innen in Deutschland zum Staatsbesuch Erdogans Ende September ?

Diesen Akt der feindlich motivierten Angriffe der Polizei auf kurdische Aktivist*innen und weitere Linke bewerten wir als Geschenk für den treuesten Waffenbruder Deutschlands: Erdogan.
Die deutschen Behörden treffen mit ihrem repressiven Vorgehen direkte Vorbereitungen für Erdogans Staatsbesuch am 28. und 29. September in Berlin, versuchen kritische Stimmen einzuschüchtern und durch Provokationen das Bild eines aggressiven Mobs zu erzeugen. Hiermit soll eine Legitimation für ein generelles Verbot und gewaltsames Vorgehen gegen die Kurd*innen geschaffen werden.

Nun ist vor allem aber nach den Gesprächen zwischen Steinmeier und Erdogan zu erwarten, dass sich die Repressionsmaßnahmen gegen Kurd*innen und Solidarisierende massiv verstärken werden.
Dass die Kriminalisierung von kurdischen Bewegungen, Parteien, Flaggen, Persönlichkeiten und Aktivist*innen radikal voranschreitet und dass zunehmend regierungskritische Stimmen verboten werden, zeigt dramatische Parallelen zu Erdogans Unterdrückungspolitik und eine offensichtliche Legitimation der seit Jahrzehnten andauernden Menschenrechtsverletzungen in der Türkei !
Deutschland gleicht den türkischen Idealvorstellungen mehr und mehr.
Und obwohl sich große Teile der deutschen Öffentlichkeit gegen Erdogan stellen und mit der kurdischen Freiheitsbewegung und ihrem Widerstand gegen den IS und den türkischen Faschismus sympathisieren, verschließt sich der deutsche Staat dieser Realität.
Umso wichtiger ist es, dass die Öffentlichkeit hier im Lande ihre Solidarität praktisch werden lässt und die Stimmen lautstark erhebt.

Die kurdische Revolution als großer Angstfaktor für die Türkei:

Die derzeit in Kurdistan existierende Revolution und die Ideen des Demokratischen Konföderalismus von A.Ö. haben eine weitgreifende globale Wirkung und bereiten Erdogan große Sorgen um sein Machtterritorium. Aus diesem Grund greift die Türkei das Gebiet Rojava mithilfe von islamistischen und imperialistischen Kräften nun seit 6 Jahren bei jeder Gelegenheit an. Bei diesem Vorhaben erhält Erdogan intensive Unterstützung von der BRD. Von tonnenschwerer Waffenausstattung für türkische Angriffskriege bis hin zur Niederschlagung von kurdischem Aktivismus - man tut, was man kann, um Erdogan zufrieden zu stellen.

Aber: WIR WERDEN NICHT SCHWEIGEN !

Wir verurteilen diese Interessenpolitik auf Schärfste, fordern die sofortige Beendigung der deutsch-türkischen Kooperation und das Ende der Kriminalisierung kurdischer Politiker*innen und Aktivist*innen !

Wir lassen uns durch die voranschreitende Repressionspolitik nicht davon abhalten, weiterhin die Stimmen aller Unterdrückten und Gefangenen an die Öffentlichkeit zu tragen und Gerechtigkeit für die Opfer des türkischen Staatsterrors zu fordern !

Wer die von Erdogans Regierung geführte Völkermordpolitik nicht als solche anerkennt und die Augen vor dieser aktuellen Praxis verschließt, leistet verbitterte Beihilfe !

Wir vergessen nicht, wir vergeben nicht !
Lang lebe der Widerstand der Jugend !

#SerîHîlde

 

 

JXK - Studierende Frauen aus Kurdistan

 

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