STELLUNGNAHME DER JXK ZUM INTERNATIONALEN KOMPLOTT VOM 09.10. GEGEN ÖCALAN

Am 9. Oktober 2018 jährt sich der internationale Komplott gegen Abdullah Öcalan zum 20. Mal. Mehrere kapitalistische Staaten, wie beispielsweise die Türkei, die USA, Griechenland und Deutschland waren an der Inhaftierung beteiligt. Mit dieser Beteiligung und der Tolerierung der derzeitigen Situation, machen sie sich für die heutige Isolationshaft und menschenrechtswidrige Lage Öcalans mitverantwortlich.
Die Haltung der Staaten des Westens, insbesondere Europa, ist mehr als fragwürdig. Die angeblichen Verfechter von Demokratie und Menschenrechten unterstützen offenkundig autoritäre Regime, wie beispielsweise das der Türkei und kriminalisieren die einzige Bewegung im Mittleren Osten, die für wahrhaftige Demokratie einsteht. Mit seiner Beteiligung am Komplott und durch die Zusammenarbeit mit diktatorischen Regimen, verhindert auch der deutsche Staat bewusst eine Demokratisierung des Mittleren Ostens.
Die Frage, die gestellt werden muss, lautet: Welch große Ideen, welch ernstzunehmende Kritik am vorherrschenden System muss Abdullah Öcalan haben, dass sich trotz ihrer Differenzen die Staaten der kapitalistischen Moderne in dieser Angelegenheit so widerspruchslos zusammen schließen? Öcalan, der Vorsitzende der kurdischen Befreiungsbewegung hat dem feudalen Herrschaftssystem den Kampf angesagt. Davor haben die Staaten Angst. Solch große Angst, dass sie sich nicht anders zu helfen wissen, als unseren Vorsitzenden in totaler Isolation zu halten. Doch was sie nicht bedenken, ist, dass sie zwar Körper, aber keine Ideen einsperren können. Denn heute kämpfen nach der Ideologie Öcalans tausende Menschen, die sich für die Ideale von Demokratie, Geschlechterbefreiung und ein Leben im Einklang mit der Natur einsetzen.
In Städten wie Cizire oder Afrin, in denen die Selbstverwaltung und die Basisdemokratie von der Bevölkerung erprobt wurde, hat der türkische Staat mit Massakern an der Bevölkerung seine Haltung gegenüber Autonomiebestrebungen und Demokratisierung der Gesellschaft ausgedrückt.
Mit der Inhaftierung Öcalans haben die kapitalistischen Staaten versucht die kurdische Freiheitsbewegung zu liquidieren. Nachdem ihnen dies nicht gelungen ist, versuchen sie ihr Ziel durch zunehmend erschwerte Haftbedingungen für Öcalan zu erreichen. Auch dieser Versuch ist unter anderem deswegen gescheitert, da Öcalan selbst unter den schwierigsten Bedingungen in Isolationshaft bis heute weiter Widerstand leistet. So hat er weiter an einer demokratischen Perspektive für den Nahen Osten gearbeitet. Genau diese Perspektive ist für uns als Junge Frauen so wichtig, denn sie zeigt uns einen Weg aus den patriarchalen Zwängen. Sie zeigt uns, wie wir die treibende Kraft der Demokratisierung werden. Die Freiheit unseres Vorsitzenden zu erkämpfen, bedeutet auch unsere Kraft und Identität als Junge Frauen zu stärken.
Wir dürfen nicht vergessen, dass wir uns als kurdische Bewegung grade in einer ungewissen Lage befinden. Denn der Kontakt zu Abdullah Öcalan durch seine Anwälte wird durch die Türkei und die Staaten des Komplott vollends unterbunden. Diese Angriffe auf unsere Bewegung sind als Angriffe auf die Befreiung der Frauen zu verstehen. Daher sehen wir, als Junge Frauen, uns mehr denn je in der Verantwortung den Kampf um Befreiung unseres Vorsitzenden, des kurdischen Volkes und aller anderen unterdrückten Völkern anzuführen.
Diesen Kampf führen wir in der ganzen Welt. In der BRD wurde in jüngster Zeit sogar das Konterfei Abdullah Öcalans verboten. Deutschland schreckt in seiner Freundschaft zur Türkei nicht einmal vor der Einschränkung des Rechts auf freie Meinungsäußerung zurück. So lieferte auch der Norwegische Staat eine Frau an den Türkischen Staat aus, wohlwissend was ihr bevorsteht.
Wir fordern, dass die Staaten die am Komplott beteiligt waren, endlich Verantwortung für ihre Taten übernehmen und die Kriminalisierung der Kurdischen Freiheitsbewegung beenden. Wir fordern vom CPT und sämtlichen Menschenrechtsorganisationen ihren Aufgaben nachzukommen und die Isolationshaft zu beenden.
Mit dem Geist Abdullah Öcalans rufen wir alle dazu auf, sich dem Widerstand anzuschließen und der Welt zu zeigen, dass unser Vorsitzender nicht allein ist!

 

JXK - Jinên Xwendekarên Kurdistan -
Studierende Frauen aus Kurdistan

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