Afrin nach dem Einmarsch türkisch-faschistischer Soldaten und ihren Verbündeten des Islamischen Staates und der FSA:

Ein Nest von vergewaltigenden und mordenden Bestien

 

 

In #Efrîn begann Anfang des Jahres ein Massaker der faschistischen türkischen Regierung an Kurd*innen in Rojava (Nordsyrien). Hunderte Menschen, darunter viele Kinder, wurden bei den Anschlägen der Türkei und ihren islamistischen Partnern auf Afrin getötet. Hunderte von ihnen wurden verletzt, über 200 Tausende wurden vertrieben und flüchteten in benachbarte Städte.

Mittlerweile ist Afrin seit Monaten von türkischen Soldaten und ihren verbündeten islamistischen Milizen der FSA, Al-Qaida und des IS belagert. Ein Großteil der kurdischen Bevölkerung ist vertrieben, Verbliebene vollständig an den Scharia-Alltag unter türkischen Fahnen angepasst.

Vergewaltigung, Vertreibung, Verschleppung, Misshandlung, Plünderung, Zerstörung: Afrin wurde zum Schauplatz von bestialischen Kriegsverbrechen.

Mit europäischer Unterstützung startete das türkische Militär Ende Januar 2018 Luftangriffe, Chemieangriffe und Bombardements auf den kurdischen Kanton Afrin.
Mindestens 5000 Kurd*innen wurden seitdem verschleppt, unzählige Frauen und Kinder wurden vergewaltigt, dutzende Leichen wurden vor laufenden Kameras geschändet.

Afrin, ein Ort, der jahrelang einen Pfeiler der Rojava-Revolution bildete, wurde nach den Angriffen und monatelangen Gefechten zwischen den kurdischen Verteidigungseinheiten und den faschistischen Besatzern der Türkei zum Zentrum eines Krieges ernannt. Afrin blieb in der Vergangenheit weitgehend vom Krieg verschont. Flüchtlinge aus anderen Regionen Rojavas suchten hier Schutz und bauten sich ein neues zu Hause auf. Nun lebt Afrin das Resultat einer europäischen Herrschaftssucht.

Als Anlass der Kriegsoffensive hatte die türkische Regierung Anfang des Jahre unter dem Befehl des Terrorvaters Erdogan die „Säuberung Afrins vor Terroristen“ verkündet.
Doch das Ziel waren auch diesmal nicht nur die Stellungen der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG, YPJ) - das Ziel der Offensive war die Vernichtung von dortzulande lebenden Kurd*innen, um auch Afrin vollständig zu entvölkern und der türkischen Landkarte angliedern zu können.

Wie im klassischen Verlauf faschistischer und habgieriger Kriegstreiberei wurde auch in Afrin in erster Linie ein Krieg gegen Mensch und Natur geführt:
Die Besatzer attackierten Häuser, Zivilist*innen, Flüchtlingscamps, Ackerfelder, Olivenbäume, Flüsse und zerstörten einen großen Teil der Infrastruktur Afrins. Sie schufen ein lebensunwürdiges Etwas, verhinderten die Rückkehr der Menschen damit vollständig, plünderten historische Denkmäler, drangen in Häuser ein und misshandelten Bewohner*innen.
Auch medizinische Hilfe für die Zivilbevölkerung wurde durch Blockaden verwehrt, es fanden zudem Bombenangriffe auf die überfüllten Krankenhäuser und Krankenwagen statt. Besonders schwangere Frauen, Kinder und Ältere litten stark.

Nun wird Afrin von dschihadistischen Banden der FSA, Al-Qaida und des IS bewohnt. Das türkische Militär entleerte die Dörfer und ließ ihre eigenen Milizen ansiedeln. Demnach lebt Afrin derzeit unter Scharia-Gesetzen. Türkische Nationalflaggen hängen nun an unzähligen Mästen und Häusern der Stadt, kurdische Straßennamen wurden in Türkische umbenannt. Kinder wachsen nach Scharia Gesetzen auf, Dutzende Frauen wurden von den islamistischen Milizen geschwängert und

Der Kampf um Afrin

Einzig und allein waren es auch diesmal Verteidigungseinheiten der SDF, YPG und YPJ, die mit unendlicher Opferbereitschaft einen erbitterten und heldenhaften Widerstand führten und für die Sicherheit der Zivilbevölkerung, die Befreiung der Stadt und die Verdrängung der Besatzer kämpften und sich opferten.

Wochenlang kam es im Minutentakt zu heftigen Gefechten zwischen den kurdischen sowie auch internationalistischen Truppen und den Besatzern.
Nach 3 Monaten evakuierten die YPG und YPJ die Stadt zum Schutz der Zivilbevölkerung. Letztlich gelang der Türkei die Besetzung nur, da Russland der Türkei für diese Operation den Luftraum öffnete und türkische Kampfbomber die Stadt Afrin und umliegende Dörfer damit ungestört angreifen konnten. Zudem wurde die Türkei bei ihrem Vorhaben entscheidend von der deutschen Waffenindustrie ausgerüstet und aktiv unterstützt (weiteres dazu unten).

Nun sitzt das türkische Militär im Zentrum von Afrin, ihre Milizen ziehen raubend, brandschanzend und mordend durch die Stadt und ihr Umland.

Jedoch gibt es aktuell in regelmäßigen Abständen auch Meldungen über Erfolge bei der Zurückdrängung von Besatzern seitens kurdischer Verteidigungkräfte in Afrin. Bis heute haben sich die Widerstand leistenden Truppen nicht vollständig aus dem Gebiet zurückgezogen und melden strategische Fortschritte im Kampf gegen die islamistischen Milizen.

Die Rolle der BRD und das tödliche Schweigen

Unvergessen: Deutsche Unternehmen sind in Afrin Kriegspartei und Teil eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gewesen !
Auch diesmal stellte die BRD ihre schmutzigen Deals mit dem faschistischen AKP-Regime deutlich unter Beweis:
Selbst nach dem Einmarsch türkischer Truppen in Syrien hat die BRD Rüstungslieferungen in Millionenhöhe an den Terrorpartner Türkei genehmigt. Allein in den ersten fünfeinhalb Wochen der türkischen Operation „Olivenzweig“ wurden 20 Exportgenehmigungen für deutsche Rüstungsgüter im Wert von 4,4 Millionen Euro erteilt. Neben Waffen wie Gewehre, Panzer, Mörsergranaten oder Raketen, wurden der Türkei für ihren Einmarsch auch militärische Fahrzeuge und andere deutsche Rüstungsgüter zur Verfügung gestellt.

Demnach führte die BRD gemeinsam mit der Türkei und ihren radikalislamistischen Verbündeten des IS, der FSA und Al-Qaida einen blutigen Krieg in kurdischen Regionen und schlug hierzulande stattfindende Demonstrationen nieder.
Während man in Deutschland weiter über Fahnen und Verfassungswidrigkeiten diskutierte, wiederholte sich das Schicksal der Kurd*innen erneut: in Afrin wurde ein Massaker legitimiert !

Und da muss allen klar sein, dass dieser völkerrechtswidrige Angriffskrieg und ein ziviles Massaker nur durch die tatkräftige deutsche Unterstützung Realität werden konnte.
Vor allem bei der politischen Wegbereitung hat die BRD vor allem in der Person von Sigmar Gabriel einen großen Beitrag geleistet. Ohne die offene Zustimmung Gabriels hätte diese Offensive nicht umgesetzt werden können. Besonders die SPD und CDU sprachen der AKP Mut für diese kriegerische Eskalation zu.

Es ist eure Mitverantwortung - es ist euer Schweigen !

Wenn deutsche Panzer über die syrische Grenze rollen, mit deutschen Gewehren die Zivilbevölkerung und Kämpfer*innen massakriert werden und gleichzeitig deutsche Geheimdienste und Repressionsbehörden nichts Besseres zu tun haben, als jeglichen Widerstand dagegen zu verfolgen, Flaggen zu verbieten, Demonstrationen niederzuschlagen, Vereine zu stürmen und kurdische Aktivist*innen und Politiker*innen zu verhaften, dann ist lautstarker Protest eine Pflicht !

Die Haltung der allgemeinen internationalen Staatengemeinschaft zu diesem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf Afrin schwankten auch diesmal zwischen passiver Tatenlosigkeit und aktiver Unterstützung für den blutigen Krieg der Türkei - man ließ die Kurd*innen bewusst attackieren, massakrieren und leiden.

Die Lage in der Türkei

Auch der Angriff des türkischen Militärs auf Afrin verfolgte dasselbe Ziel wie der Angriff des IS auf Kobanê und Şengal in den Jahren 2014–2015: Vernichtung, Zerstörung, Machterweiterung, Assimilierung, Misshandlung, ethnische und religiöse „Säuberung“.

Dem Erdoğan-Regime war das Gesellschaftsmodell in Afrin schon länger ein Dorn im Auge gewesen: Zum einen, weil es die Errungenschaften der kurdischen Bevölkerung repräsentiert und die kurdenfeindliche Grundhaltung der Türkei diese Errungenschaften mit allen Mitteln bekämpfen will. Zum zweiten, weil Afrin zur Demokratischen Föderation Rojava gehört und mehrheitlich kurdisch bevölkert ist. Die Region wird nach den Prinzipien der Demokratischen Autonomie und den Ideen A.Ö. basisdemokratisch verwaltet und die Frauenbefreiung und ein ökologisches Bewusstsein gehören zu den Grundprinzipien dieses Verwaltungsmodells. Um die Etablierung dieses Gesellschaftsmodells zu unterbinden, ist der Türkei jedes Mittel recht.

Zur Vorbereitung der Kriegsoffensive
spielte die türkische Regierung mit nationalistischen Gefühlen der eigenen Bevölkerung. Nicht nur auf der politischen Ebene, sondern in der ganzen Gesellschaft wurde versucht, eine hetzerische Stimmung gemäß „Die Befreiung der Türkei liegt in der Besatzung Afrins“ zu erzeugen. Darauf stützend hatte Erdogan öffentlich behauptet: „In drei Tagen, einer Woche erledigen wir das“.

Soziale Medien füllten sich mit feindlichen „Solidaritätsbekundungen“ für die Offensive, in der Türkei lebende Personen der Öffentlichkeit trugen einen großen Teil zur faschistischen Hetzkampagne gegen Kurd*innen bei, türkische Nationalflaggen wurden an allen Ecken und Kanten platziert, Kriegskritiker*innen wurden massenhaft verhaftet, Nachrichtensender, Musik- und Filmpruktionen arbeiteten mit enormer Kriegspropaganda und auch hier in der Diaspora lebende Türkischstämmige organisierten „Demonstrationen“, ließen in DITIB-Moscheen Kinder Kriege nachspielen und schmückten sich mit dem „Erfolg“ ihrer vergewaltigenden und mordenden Soldaten.

Doch die Besatzer haben sich zu früh gefreut: die Menschen Afrins werden diesen Widerstand nicht aufgeben !

Wir werden den Angriff auf Afrin, die Verherrlichung dieses Mordzuges, die entscheidende Unterstützung Europas und das tödliche Schweigen nicht vergessen und niemals vergessen lassen!

Afrin ist niemals vergeben und wird eine Antwort bekommen!

LANG LEBE DER KURDISCHE WIDERSTAND ! LANG LEBE ROJAVA !
BIJÎ BERXWEDANA KURDISTAN,
BIJÎ YPG Û YPJ !

 

 

 

JXK – Studierende Frauen aus Kurdistan

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