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Am Mittwoch, den 14.11.12, fand am Geschwistere-Scholl-Institut der Ludwig Maximilian Universität München ein Vortrag der YXK zu den Grauen Wölfen statt. Neben vielen Interessierten kurdischen Studierenden und SchülerInnen, nahmen auch viele türkische und deutsche Studierende an der Veranstaltung teil.

Vor ca. 70 Besuchern referierte Dr. Nick Brauns, wissenschaftlicher Mitarbeiter von Ulla Jelpke MdB, zu der Geschichte und den Strukturen der Grauen Wölfe. In der anfangs liberalen Opposition zum Ende des Osmanischen Reiches entwickelte sich zunehmend ein starker Nationalismus, die am Ende die Macht im Staat übernahm und zum Vollzieher des Vökermordes an die Armenier 1915 und dem darauffolgenden Genozid an Kurden und anderen ethnischen und religiösen Gruppen wurde. Aus dieser nationalistischen Grundhaltung der herrschenden Elite, entwickelten sich durch die Unterstützung der Gladio die Grauen Wölfe und die MHP (Partei der Nationalen Bewegung) unter der Führung von Alparslan Türkes. Auch in Deutschland konnten sich durch Unterstützung der konservativen Parteien, Strukturen der Grauen Wölfe, die der Bekämpfung von türkeistämmigen linken Strömungen in Deutschland dienen sollten, etablieren. Auch heute noch bestehen enge Kontakte der Grauen Wölfe zu den sog. Volksparteien. „Sie schaffen es, unbemerkt von der Öffentlichkeit, ihre menschenfeindliche Ideologie, in zivilgesellschaftlichen Strukturen, vor allem unter jugendlichen TürkInnen zu verbreiten“, so Dr. Nick Brauns.

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In der Türkei haben die faschistischen Grauen Wölfe seit den 60er Jahren viele Linke und Gewerkschafter ermordet. Heute stellen sie die drittstärkste Fraktion im türkischen Parlament und haben damit eine Schlüsselrolle bei der Ausarbeitung einer neuen Verfassung. In der BRD wurden die Grauen Wölfe seit den 60er Jahren vom Bundesnachrichtendienst und Unionspolitikern als Gegengewicht gegen fortschrittliche türkische Organisationen unter der Arbeitsmigration gefördert. Auch hier gab es mehrere Tote bei ihren Überfällen. Heute unterwandern die türkischen Faschisten als “Wölfe im Schafspelz” deutsche Parteien und Migrationsbeiräte, während jugendliche Anhänger im Internet Mordhetze gegen Kurden, Juden und Armenier verbreiten.

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Am Dienstag dem 6. November fand in München unter dem Motto Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker – Sehid namirin eine Gedenkveranstaltung für die InternationalistInnen Hüseyin Celebi und Andrea Wolf statt. Das Programm begann mit einem Vortrag zu Andrea Wolf vom FreundInnenkreis Andrea Wolf. Anschließend gab es eine Kurzfilmvorführung zur internationalen Menschenrechtsdelegation 2011 nach Wan. Der Kurzfilm zeigte vor Ort geführte Reportage zu den Massengräbern, in denen auch Andrea Wolf begraben ist. Michael Backmund, der ebenfalls an der Delegation teilgenommen hatte, betonte in seinem Vortrag, dass die Türkei sich endlich ihrer Geschichte und ihren Greueltaten stellen müsse, die Massengräber und Massaker aufgeklärt und die Verantwortlichen verurteilt werden müssen. Außerdem wurde die Willkür der türkischen Behörden gegenüber der Delegation verurteilt. Anschließend hielt die SDAJ einen Vortrag zu Hüseyin Celebi und ließ ebenfalls einen Kurzfilm vorführen.