Kurdische Filmtage Frankfurt

Filmproramm und mehr Informationen, sowie Karten-Vorverkauf unter:

www.kurdischefilmtagefrankfurt2013.blogspot.de

Der Verband der Studierenden aus Kurdistan YXK freut sich, Ihnen und Euch die kurdischen Filmtage in Frankfurt zu präsentieren.

Nach nunmehr 35 Jahren Befreiungskampf im viergeteilten Kurdistan hat die kurdische Bewegung eine basisdemokratische kommunalistische Organisierung entwickelt. Diese Bewegung kann ein Vorbild für die gesamte Region sein, die versucht sich vor autoritären und verkrusteten Regimes zu befreien. Die Bevölkerung organisiert sich in Volks-, Jugend-, und Frauenräten, um die Besatzerstaaten überflüssig zu machen. In Westkurdistan zeigt die Bewegung so eine Alternative nicht nur zum Regime von Baschar al-Assad auf, sondern auch zum Neoliberalismus. Der Westen und seine Verbündeten dagegen schrecken noch nicht einmal davor zurück Al Qaida zu unterstützen, um jede Hoffnung auf ein anderes Leben zu zerschlagen.

Nordwestkurdistan steht unter türkischer Besatzung. Den Rückzug der Guerilla hat die AKP Regierung als Angebot der politischen Lösung erneut nicht genutzt, so dass auch hier wieder alle Zeichen auf Krieg stehen. bwohl die kurdische Sprache und Kultur unterdrückt sind, wurden in den letzen Jahren zahlreiche kurdische Spielfilme und unzählige Kurz- und Dokumentarfilme gedreht.Kurdische RegisseurInnen kritisieren mit ihren Filmen überkommene Traditionen und die herrschenden Verhältnisse. Sie setzen sich mit den Themen Vertreibung, Flucht und den Kampf der Bevölkerung für ein Leben in Würde und Selbstbestimmung auseinander und sie zeigen neue Möglichkeiten des Lebens auf.

In diesem Jahr stellen wir fest, dass viele RegisseurInnen sich mit der Aufarbeitung und Aufklärung der Geschichte und der Kriegsverbrechen beschäftigen. Ein weiterer wichtiger Blickwinkel in diesem Jahr ist der der Kinder auf den Krieg. Sie leiden am meisten unter den Kriegen, die sie nicht selbst verursacht haben. Dabei sind die Kinder unsere Hoffnung und unsere Zukunft.

Wie lange noch die Kunst als grenzübergreifende Form der Utopie einer Lebensweise bestehen kann, wissen wir nicht. Aber wir sehen den Wunsch, der KünstlerInnen, ihre Werke mit allen Menschen der Welt teilen zu wollen, als hoffnungsvollen Schritt, diese Utopie Realität werden zu lassen. Das Interesse, das unsere Bevölkerung der Diskussion entgegenbringt, ihre Teilnahme, ihre Analysen der Filme oder Kritiken sind ein wichtiger Beitrag für unsere kulturelle Entwicklung. Mit den kurdischen Filmtagen möchten wir den Menschen hier in Frankfurt ein Fenster nach Kurdistan öffnen.

14.10.2013