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extrem-danebenVor­trag und Dis­kus­si­on am 23.​01.​2014 | 18:00 Uhr | Zen­tra­les Hör­saal­ge­bäu­de der Uni­ver­si­tät Göt­tin­gen (Raum 005)

Für Don­ners­tag, den 23. Ja­nu­ar um 18 Uhr lädt das Bünd­nis „Ex­trem Da­ne­ben“ zu einem Vor­trag mit an­schlie­ßen­der Dis­kus­si­on in das Zen­tra­le Hör­saal­ge­bäu­de der Uni­ver­si­tät Göt­tin­gen ein. Der Re­fe­rent, Mit­ar­bei­ter des Ver­eins An­ti­fa­schis­ti­sches Pres­se­ar­chiv und Bil­dungs­zen­trum Ber­lin (apa­biz e.V.), wird einen Über­blick über die Ent­wick­lun­gen seit der Selbst­ent­tar­nung des NSU im Jahr 2011 und des seit Mai 2013 lau­fen­den NSU-​Pro­zes­ses geben. An­schlie­ßend fin­det eine Dis­kus­si­on über die Ein­ord­nung des Pro­zes­ses statt.

Mehr als zwei Jahre ist es her, dass der „Na­tio­nal­so­zia­lis­ti­sche Un­ter­grund“ sich selbst ent­tarn­te. Die rechts­ter­ro­ris­ti­sche Grup­pe war über ein Jahr­zehnt aktiv und mor­de­te jah­re­lang, ohne dass ihre Exis­tenz der Öf­fent­lich­keit be­kannt war. Im Mai 2013 be­gann ein ers­ter Pro­zess gegen die über­le­ben­den mut­maß­li­chen Mit­glie­der und Un­ter­stüt­zer_in­nen. Gleich­zei­tig en­de­ten zwei der vier par­la­men­ta­ri­schen Un­ter­su­chungs­aus­schüs­se. Im Vor­trag wird eine Be­stands­auf­nah­me ge­macht und ge­zeigt, wel­ches Bild des NSU sich heute zeich­net. Der po­li­ti­sche Kon­text des »Rechts­ter­ro­ris­mus« wird be­leuch­tet und des­sen in­halt­li­che Ent­wick­lungs­li­ni­en auf­ge­zeigt. Es wird ver­sucht, auf ei­ni­ge der vie­len of­fe­nen Fra­gen rund um den Kom­plex Ant­wor­ten zu geben. Dabei geht es um den staat­li­chen Um­gang mit dem Rechts­ter­ro­ris­mus des NSU sowie die frag­wür­di­ge Auf­ar­bei­tung des Ras­sis­mus auf ge­sell­schaft­li­cher Ebene.

Im An­schluss an den Vor­trag fin­det eine Dis­kus­si­on statt. Dabei sol­len fol­gen­de Fra­ge­stel­lun­gen be­han­delt wer­den: In was für einer De­mo­kra­tie kann der po­li­ti­schen Kon­text des NSU-​Ver­fah­rens nicht ein­be­zo­gen wer­den? Was be­deu­tet das Ver­fah­ren für an­ti­fa­schis­ti­sche Po­li­tik? Wie kann sich eine an­ti­fa­schis­ti­sche Linke auf den Pro­zess be­zie­hen? Vor dem Hin­ter­grund, dass sich An­ge­hö­ri­ge von Op­fern des NSU von dem Pro­zess Auf­klä­rung er­hof­fen, sind das Fra­gen, die es für die an­ti­fa­schis­ti­sche Be­we­gung zu be­ant­wor­ten gilt.

Das An­ti­fa­schis­ti­sches Pres­se­ar­chiv und Bil­dungs­zen­trum Ber­lin e.V. be­treibt den NSU-​Watch­blog und setzt sich vor dem Hin­ter­grund des Pro­zes­ses und der par­la­men­ta­ri­schen Un­ter­su­chungs­aus­schüs­se für eine un­ab­hän­gi­ge Be­ob­ach­tungs­stel­le ein. Der Vor­trag be­ginnt am 23.​01.​2014 um 18:00 Uhr im Zen­tra­len Hör­saal­ge­bäu­de der Uni­ver­si­tät Göt­tin­gen.

http://extremdaneben.blogsport.de

 

 

 

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