EUROPAWEITE UND INTERNATIONALE JXK-FRAUENKONFERENZ 2019 IN KÖLN!

EUROPAWEITE UND INTERNATIONALE JXK-FRAUENKONFERENZ 2019 IN KÖLN!

Liebe Genossinnen,

wir laden euch herzlich zu unserer ersten und europaweiten Frauenkonferenz in Köln ein und freuen uns darauf, euch am 13. April empfangen zu dürfen!

Das 21. Jahrhundert mag für viele vielleicht das Jahrhundert des Fortschritts sein, aber für die Mehrheit der Menschen weltweit ist es primär durch Kriege, Unterdrückung, Ausbeutung und Zerstörung gekennzeichnet. Wir sehen daher einen dringenden Bedarf, als junge Frauen und Studentinnen in Europa eine gemeinsame Alternative des Widerstands zu entwickeln und verstärkt nach außen zu tragen, denn ein von Konkurrenz und Selbstsucht bestimmtes Leben erscheint uns untragbar.

Nie zuvor in der Geschichte waren Frauen einer so tiefen und vielschichtigen Ausbeutung ausgesetzt wie im Kapitalismus.
Die Herrschaft des Patriarchats baut sich seit Jahrzehnten auf der Unterdrückung der Frau auf. Um eine Gesellschaft zu unterdrücken, musste die Frau, die mit der Gesellschaft gleichsteht, unterworfen werden.
Diese Unterwerfung wurde durch Gewalt herbeigeführt. Überall kennzeichnet sich diese Gewalt des patriarchalen Systems durch ein anderes, aber mit einem ähnlichen Gesicht. In Europa wurden durch die Hexenverfolgung hunderttausende Frauen ermordet. In all den Jahren voll Schrecken, stieß jeder Feminizid immer auf den Widerstand von Frauen.
Wir er innern uns an den mutigen Widerstand von Rosa Luxemburg, Sakine Cansiz und Angela Davis. Frauen haben schon immer eine entscheidende Rolle bei Revolutionen gespielt und mit ihrem Widerstand die Probleme aufgedeckt und Millionen weitere Frauen in ihren Bann gezogen. Erst durch die mühevolle Arbeit von widerständigen Frauen, werden uns viele Dinge in der Geschichte und der Gegenwart verständlich.
Das System hat besonders vor entschlossen Frauen Angst und deklariert diese als Ziele eines rücksichtslosen und oft mörderischen Angriffs, um eine männliche, patriarchale Ordnung zu erhalten. Es erzittert vor einflussreichen Frauen wie Rosa Luxemburg und Sakine Cansiz, die sich gegen Unterdrückung auflehnen. Es ist die Angst vor freien Frauen, die Angst vor der Frau, die sich ihrer Existenz und Kraft bewusst wird.
Besonders nachdem die Bilder der YPJ um die Welt gingen und in Rojava eine Frauenbefreiung nach den Ideen A.bdullah Ö.calans angetrieben wurde, hat die ganze Welt begonnen, die kurdische Frauenbewegung kennenzulernen. Die Frauenrevolution in Rojava hat eine neue Etappe erreicht, in der es um entscheidende Momente der Zukunft der gesamten Menschheit geht. Mann versucht noch immer durch intensive Angriffe die Frauenrevolution im Keim ersticken zu lassen. Doch die Frauenevolution ist schon längst ein großer Baum mit tiefen Wurzeln geworden, der unübersehbar wächst.
Die Revolution in Rojava versucht die Mentalitäten des Patriarchats und des Kapitalismus, sowie Liberalismus zu überwinden. Sie hat eine ganz neue Wissenschaft erschaffen, die auf tausende von Jahren Erfahrungen aus der natürlichen Gesellschaft beruht, Mythologien für Gesellschaftsanalysen nutzt und einem umfassenden Blick in die Geschichte gewährt, die Jinelojî.
Wir sehen, welchen entschlossenen Widerstand Leyla Güven leistet, um die Aufhebung der Totalisolationshaft Abdullah Öcalan’s, des Vordenkers der kurdischen Freiheitsbewegung, zu erreichen. Ihr Hungerstreik ist auch ein Element der Verteidigung der Frauenrevolution Rojava’s gegenüber türkischen Angriffen, sowie dem Komplott gegen A.bdullah Ö.calan. Auch jetzt ist es wieder eine Frau, die den Widerstand antreibt: Leyla Güven.
Die Frau wird in Kurdistan und in Europa durch unterschiedlich Mittel und Wege ausgebeutet. In Kurdistan finden Sie Auswege und Lösungen, weil die Frauen egal welcher Ethnien, individueller Unterschiede oder Religion zusammen diesen Kampf führen. Das System versucht uns zu spalten, unsere Kämpfe zu spalten. Egal, wie stark unsere Utopie, wie realistisch, wie gerechtfertigt – solange wir nicht gemeinsam kämpfen, sondern nur unsere Kämpfe als unsere eigenen sehen, werden wir keine Chance auf Erfolg haben. Ohne diesen Kampf als unseren gemeinsamen zu sehen, werden wir niemals eine gleichberechtigte, demokratische freie Welt schaffen.

Der Schwerpunkt der Konferenz liegt auf dem Aufbau von einer politischen Perspektive jenseits staatlicher Unterdrückung, auf der Freiheit der Frau und der Rolle studentischer Bewegungen.

Es ist uns bewusst:
Ohne den Staat gibt es Nationen, aber keinen Nationalismus. Ohne Staat gibt es Religion, aber keinen Fundamentalismus. Diese Ideologien basieren auf der politischen Organisation des Staates.
Lasst uns die Kräfte zurückholen, die uns gehören!

Jeder Schritt, den wir unternehmen, wird das Schicksal der Revolution bestimmen. Deshalb glauben wir, dass diese Konferenz eine große Möglichkeit bietet, dem Kampf von Frauen und Studentinnen zu organisieren.
Wir werden unsere Geschichte selbst schreiben!

Lasst uns die Antwort auf die Jahrhunderte lange Ausbeutung geben! Das 21. Jahrhundert, wird das Jahrhundert der befreiten Frauen!
Wir hoffen, dass alle Teilnehmerinnen in der Konferenz Motivation, Kraft und ein Stück Hevalti finden werden!
Gebt all euren Freundinnen Bescheid – wir freuen uns auf Euch!

Solidarische und feministische Grüße

JXK – Studierende Frauen aus Kurdistan ✊🏽

Kontakt, Fragen, Weiteres: Jxk@Riseup.net