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Türkei startet Offensive in Südkurdistan

Das unter Druck geratene faschistische AKP-MHP Regime in der Türkei hat in der Nacht zum 10. Februar begonnen, Guerilla Gebiete massiv zu bombardieren und Truppenkontingente abzusetzen.

Schon in den vergangenen Wochen hatte die Türkei ihre Drohungen gegen die Kurdische Befreiungsbewegung erneut verstärkt. Diese richteten sich gegen Rojava, das zusätzlich immer wieder Ziel von Angriffen wurde, aber auch gegen die ezidische Region Şengal.

Grund für diese Drohungen und Angriffe ist unter anderem, dass das türkische Regime durch breite Proteste der Bevölkerung erneut massiv unter Druck geraten ist. Dazu gehören die Proteste der Studierenden, die an der Boğaziçi Universität wegen der undemokratischen Ernennung eines Rektors ausbrachen und sich seitdem über das gesamte Land ausbreiten. Genauso die Proteste der Frauenbewegung, die die femizidale Politik des Regimes aufdecken und anprangern und auch die zunehmenden Proteste von Arbeiter*innen die sich gegen die schlechte Wirtschaftliche Lage zur Wehr setzen. Wie schon seit Jahren reagierte das Regime auch hier wieder mit der Sprache der Gewalt auf die Aufbegehren der Bevölkerung, um jede Bedrohung seiner Macht zu unterdrücken. Doch diesmal hat die Gewalt ihr Ziel verfehltbesonders die Frauen- und Studierendenbewegung haben ihr getrotzt und sind nur noch stärker geworden.

Auch sind die begonnenen Angriffe Ausdruck eines bröckelnden Regimes, das mit letzter Kraft versucht, sich an der Macht zu halten. Mit der neuen Offensive „Adlerklaue 2“ will das Regime mit nationalistischen und militaristischem Getöse versuchen von den innenpolitischen Krisen abzulenken und die Proteste ruhig zu stellen. 

Diese Offensive wäre ohne die massive Zusammenarbeit zwischen dem türkischen Regime und der Autonomieregion im Nordirak gar nicht erst möglich. Seit Jahren ermöglicht der Verrat des Barzani-Clans und der PDK (deutsch: KDP) die Ausbreitung der Türkei in Südkurdistan, wo sie Militärbasen aufbauen, in Schulen Propaganda verbreiten und ihre neo-osmanischen Träume wahr werden lassen kann. Schon 2014 hat Barzani seine Peshmerga aus Şengal abgezogen, als dort der Daesh einmarschierte und einen Genozid an den Ezid*innen verübte, damals waren es die Gerîla HPG, YJA-Star sowie die YPJ und YPG, die schlimmeres verhinderten und den Daesh vertrieben. Dieser Verrat der PDK wird auch dadurch deutlich, dass die Truppen und Kampfflugzeuge, die in der Nacht die Region Gera angriffen, nicht von türkischem Staatsgebiet kamen, das nördlich der Gebiete liegt, sondern von Süden, der Region die sich unter Kontrolle der Autonomieregion und der PDK befindet.

Der begonnene Angriff steht in einer Linie mit den Angriffen auf Heftanin im vergangenen Juli, die die türkische Propaganda „Adlerklaue“ taufte. Doch diesmal könnten auch Rojava und Şengal verstärkt Ziele der Angriffe werden, das Abkommen der Autonomieregion und der Zentralregierung über Şengal, sowie die Kriegsvorbereitungen an der Grenze zu Rojava lassen darauf schließen. 

Es scheint als hole der türkische Faschismus ein weiteres mal zu einem Vernichtungsschlag gegen die kurdische Freiheitsbewegung aus um ihre neo-osmanischen Bestrebungen auszuweiten. 

Lassen wir also den Angriff, wie auch schon die vorangegangenen Angriffe, nicht unbeantwortet geschehen. Stehen wir zusammen auf, gegen den türkischen Faschismus, gegen den Verrat der PDK, für Rojava, für die Befreiungsbewegung, nicht nur in Gare und Kurdistan sondern überall auf der Welt. Nur durch internationale Solidarität wird der Widerstand erfolgreich sein.

Lassen wir diejenigen nicht allein, die in diesen Stunden erbitterten Widerstand gegen die Feinde der Freiheit leisten und die bereit sind, im Kampf für das Leben ihr eigenes zu geben.

Bijî Berxwedana Gerîla

Bijî Berxwedana Gare

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